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Das Lektorieren umfasst folgende Tätigkeiten:
- Prüfung der äußeren Form des Manuskriptes
Zunächst hat der Lektor unmittelbar nach Lieferung des Manuskriptes durch den Autor zu prüfen, ob es in seiner äußeren Form den Anforderungen und Vorgaben genügt. Unter dem Begriff Manuskript fasst man in diesem Zusammenhang alle für die Veröffentlichung bestimmten Unterlagen, zu denen der Text und die Bilder gehören, zusammen.
- Kontrolle der Vollständigkeit
Mit dem Prüfen der äußeren Form ist die Kontrolle der Vollständigkeit aller Manuskriptteile verbunden. Dabei ist festzustellen, ob bestimmte Bildvorlagen, einzelne Textseiten oder Quellenangaben fehlen.
- Eingehende Analyse des Gesamtmaterials
Die nutzbringende, kritische Analyse eines Manuskriptes setzt logisches Denken voraus. Dementsprechend wird ein Lektor erfolgreich arbeiten können, der Gesetzte und Regeln logischen Denkens gut anzuwenden weiß.
Zumindest in groben Zügen muss der Lektor mit dem Thema der künftigen Publikation vertraut sein. Ohne dem ist weder eine kritische Analyse noch ein klares Verstehen möglich. Ein Lektor, der den G Gegenstand eines Buches schlecht kennt, wird häufig nicht zum Helfer des Autors, sondern zu dessen Widersacher, denn durch ungenaues Verstehen des Textes kann dieser beim späteren Redigieren ungewollt verschlechtert werden, indem er auf verschiedene Art und Weise entstellt wird.
Ein Lektor benötigt vielseitige und gründliche sprachlich-stilistische Kenntnisse und ein feines Sprachgefühl. Ohne diese ist eine sachliche Kritik der Arbeit des Autors nicht möglich.
Je umfangreicher das Allgemeinwissen des Lektors ist, desto größer sind seine Möglichkeiten erfolgreich als Lektor zu arbeiten. Weiterhin muss der Lektor die Fähigkeit haben, alle Überlegungen und Vorschläge anzuzweifeln und einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. Er muss es verstehen, gewandt und selbständig zu denken, ohne sich dem Autor unterzuordnen, Widersprüche und andere Mängel und Fehler wahrzunehmen und sorgfältig aufzudecken.
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